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Visa zur Arbeitsaufnahme

Benötigen Sie ein Visum?

Visa zur Arbeitsaufnahme
Visa zur Arbeitsaufnahme© Geisler-Fotopress

Für Aufenthalte über drei Monate oder Aufenthalte, die zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit führen, sind Ausländer grundsätzlich visumpflichtig. Hiervon ausgenommen sind Unionsbürger, EWR-Staatsangehörige sowie Staatsangehörige der Schweiz.

Staatsangehörige Australiens, Israels, Japans, Kanadas, Neuseelands, der Republik Korea und der Vereinigten Staaten von Amerika können darüber hinaus einen erforderlichen Aufenthaltstitel auch nach der Einreise einholen. Für alle anderen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Frankreich gilt: Das Visum für einen längerfristigen Aufenthalt muss grundsätzlich vor der Einreise bei der Botschaft Paris beantragt werden.

Welche Möglichkeiten der Arbeitsaufnahme gibt es?

In Frankreich lebende Staatsangehörige von Staaten, die nicht der EU angehören, können sich, sofern Sie einen in Deutschland anerkannten Hochschulabschluss besitzen, für ein Visum zur Arbeitsplatzsuche bewerben. Dieses Visum kann, sofern der Lebensunterhalt gesichert ist und ausreichend Krankenversicherungsschutz besteht, für eine Dauer von max. 6 Monaten für die Arbeitsplatzsuche in Deutschland ausgestellt werden. Wird in dieser Zeit eine Arbeit in Deutschland gefunden, kann die dafür notwendige Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis direkt in Deutschland bei der Ausländerbehörde beantragt werden.

Akademiker, die über einen in Deutschland anerkannten Hochschulabschluss verfügen (Nachweis über anabin.kmk.org) und ein Jahreseinkommen von mind. 50.800 EUR brutto beziehen, können sich für ein Visum Blaue Karte bewerben.

Für sogenannte „Mangelberufe“ wurde eine verringerte Mindestbruttogehaltsgrenze bestimmt. Für das Jahr 2017 beträgt diese Grenze 39.624 Euro. Die Erteilung der Blauen Karte EU an diesen Personenkreis kann grundsätzlich nur nach Zustimmung durch die Bundesagentur für Arbeit erfolgen. Zu den Mangelberufen zählen insbesondere Naturwissenschaftler, Mathematiker, Ingenieure, Humanmediziner (ausgenommen Zahnärzte) und akademische Fachkräfte in der Informations- und Kommunikationstechnologie. Eine vollständige Liste der Gruppen finden Sie hier: Link

In Frankreich lebende Staatsangehörige von Staaten, die nicht der EU angehören, benötigen für die Aufnahme einer wissenschaftlichen Tätigkeit in Deutschland ein Visum. Die französische Aufenthaltserlaubnis alleine genügt nicht. Bei Visumbeantragung muss ein Einladungsschreiben bzw. ein Anstellungsvertrag einer deutschen Universität oder wissenschaftlichen Einrichtung vorgelegt werden. Daraus sollen der Beschäftigungszeitraum, die wissenschaftliche Tätigkeit sowie deren Vergütung hervorgehen.

In Frankreich lebende Staatsangehörige von Staaten, die nicht der EU angehören, benötigen für die Erbringung einer Dienstleistung in Deutschland im Auftrag ihres französischen Arbeitgebers ein Visum. Dieses Visum kann beantragt werden, wenn der Antragsteller bei einem Unternehmen in Frankreich auf der Grundlage eines Arbeitsvertrages tätig ist und für einen begrenzten Zeitraum unter Beibehaltung des französischen Arbeitsvertrages nach Deutschland entsandt wird, um dort eine Dienstleistung zu erbringen. Die französische Aufenthaltserlaubnis alleine genügt nicht.

In Frankreich lebende Staatsangehörige von Staaten, die nicht der EU angehören, benötigen für die Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit in Deutschland ein Visum. Die französische Aufenthaltserlaubnis alleine erlaubt Ihnen nicht die Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit in Deutschland. Eine Aufenthaltserlaubnis zur Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit kann Ihnen erteilt werden, wenn

  • ein wirtschaftliches Interesse oder ein regionales Bedürfnis besteht, die Tätigkeit positive Auswirkungen auf die Wirtschaft erwarten lässt und die Finanzierung der Umsetzung durch Eigenkapital oder durch eine Kreditzusage gesichert ist.

    Zur Beurteilung dieser Kriterien sind im Visumverfahren neben der Auslandsvertretung die innerdeutsche Ausländerbehörde sowie bei Bedarf weitere regionale Institutionen beteiligt (Handelskammern, Berufsinnungen, etc.).

Wenn Sie als Drittausländer im Grenzgebiet auf deutscher Seite einer Arbeit nachgehen möchten, ihren Wohnsitz jedoch auf französischer Seite beibehalten und daher täglich zur Arbeit von Frankreich nach Deutschland pendeln, können Sie eine sogenannte „Grenzgängerkarte“ beantragen.

Wenden Sie sich dazu bitte direkt an die Ausländerbehörde am Ort Ihrer Arbeitsstelle. Sie ist für die Ausstellung der Grenzgängerkarte zuständig.


Antragsverfahren

Bitte buchen Sie einen Termin über das Terminvergabesystem. Sollten keine freien Termine verfügbar sein, sind die Kapazitäten aktuell erschöpft. Bitte haben Sie Verständnis, dass keine Termine als die angezeigten (auch nicht per E-Mail, Telefax oder Telefon) vereinbart werden können.

Zur Antragstellung bringen Sie bitte die im jeweiligen Merkblatt genannten Unterlagen im Original mit jeweils einer Fotokopie mit. Unvollständige Anträge können nicht bearbeitet werden, es muss ein neuer Termin vereinbart werden.

Ihr Antrag wird im Anschluss an die Ausländerbehörde des zukünftigen deutschen Wohnorts übersandt. Die Bearbeitungsdauer variiert und beträgt im Schnitt 2-3 Monate. Sofern der Antrag positiv beschieden wird, kann ein Visum zur Einreise nach Deutschland mit einer Gültigkeit von drei Monaten ausgestellt werden. Sie werden gebeten, von Sachstandsanfragen abzusehen: Sobald über den Antrag entschieden wurde, werden Sie unaufgefordert informiert. Nach erfolgter Einreise ist der Aufenthaltstitel bei der Ausländerbehörde zu beantragen.

Welche Unterlagen muss ich vorlegen?

Abhängig von Ihrem Einzelfall bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit:

Gebühr:

Die Bearbeitungsgebühr für ein nationales Visum beträgt in der Regel 75,- Euro. Die Bearbeitungsgebühr kann nicht erstattet werden. Die Botschaft weist ausdrücklich darauf hin, dass sämtliche Amtshandlungen der Visastelle, außer der Bearbeitungsgebühr, kostenfrei sind. Auslagen (z.B. für den Postversand) sind zu erstatten.