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Staatsangehörigkeit

04.09.2018 - Artikel
Deutsche Staatsangehörigkeit
Deutsche Staatsangehörigkeit© CTK

Grundsätzlich erwirbt ein nach dem 30.06.1993 geborenes Kind die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn mindestens ein Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit erfolgt automatisch mit Geburt, ohne dass ein gesonderter Antrag erforderlich wäre.

Von dieser Regel gibt es eine wichtige Ausnahme (sog. „Generationenschnitt“):

Ist der deutsche Elternteil selbst nach dem 31.12.1999 und außerhalb Deutschlands geboren und hält er sich gewöhnlich im Ausland auf, erwirbt das ebenfalls im Ausland geborene Kind nur dann die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn innerhalb eines Jahres nach Geburt ein Antrag auf Nachbeurkundung der Geburt in einem deutschen Geburtenregister gestellt wird (§ 4 Abs. 4 Staatsangehörigkeitsgesetz). Der Antrag kann bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung oder dem zuständigen Standesamt in Deutschland gestellt werden.

Hat ein Kind mit Geburt neben der deutschen automatisch noch eine weitere Staatsangehörigkeit erworben (bspw. weil ein Elternteil (noch) eine andere Staatsangehörigkeit hat und diese auch an das Kind weitergibt), so kann das Kind aus deutscher Sicht unproblematisch mehrere Staatsangehörigkeiten haben. Aus deutscher Sicht muss sich das Kind mit Volljährigkeit nicht für eine Staatsangehörigkeit entscheiden. Betroffene können sich gegenüber deutschen Behörden jedoch grundsätzlich nur auf die deutsche und nicht auf ihre ausländische Staatsangehörigkeit(en) berufen.

Detaillierte Informationen zum deutschen Staatsangehörigkeitsrecht finden Sie hier

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