Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Hinterlegung der Annahmeurkunde zur Änderung des CDNI-Übereinkommens

15.02.2021 - Artikel

Deutschland ratifiziert als dritte Vertragspartei nach Luxemburg und den Niederlande die Änderung des Übereinkommens über die Sammlung, Abgabe und Annahme von Abfällen in der Rhein- und Binnenschifffahrt (CDNI)

Am 9. Februar 2021 übergab die deutsche Konsulin in Straßburg, Marianne Therre-Mano, dem Generalsekretär der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR), Bruno Georges, die Annahmeurkunde zur Änderung des 2009 in Kraft getretene CDNI-Übereinkommens. Im Juni 2017 hatten die sechs Vertragsparteien des CDNI (Luxemburg, Belgien, Frankreich, Deutschland, Schweiz und Niederlande) bereits im Rahmen der Konferenz der Vertragsparteien eine Änderung des Übereinkommens beschlossen, welche sechs Monate nach Hinterlegung der letzten Annahmeurkunde in Kraft tritt. Frankreich, Belgien und die Schweiz befinden sich derzeit noch im Ratifizierungsprozess, der im Laufe dieses Jahres abgeschlossen werden soll. 

Hinterlegung der Annahmeurkunde zur Änderung des CDNI-Übereinkommens
Hinterlegung der Annahmeurkunde zur Änderung des CDNI-Übereinkommens© Zentralkommission für die Rheinschifffahrt









In erster Linie geht es um die Etablierung eines hinreichend wirksamen Entgasungsverbots. Ein Verbot der Freisetzung schädlicher Entgasungen auf lokaler Ebene erzielte bisher nicht den gewünschten Effekt. Daher muss dieses durch internationale Rechtsnormen ergänzt werden. Letzteres soll maßgeblich zum Schutz der Luftqualität und zur Förderung eines nachhaltigen Güterverkehrs auf dem Wasser beitragen. Es wird damit gerechnet, dass durch die Änderung des CDNI-Übereinkommens bis zu 95% der schädlichen gasförmigen Ladungsrückstände innerhalb des geographischen Geltungsbereichs des CDNI vermieden werden könnten.

nach oben