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Informationen in deutscher Sprache über die geltenden Regelungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden Sie hier:

02.06.2022 - Artikel

Deutsche Auslandsvertretungen in Frankreich

An den deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich ist  Publikumsverkehr möglich. Die Öffnungszeiten für einzelne konsularische Anliegen können den individuellen Webseiten der Auslandsvertretung, die Sie besuchen möchten, entnommen werden.

Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Frankreich

Die von den französischen Behörden getroffenen Maßnahmen gelten auch für Deutsche, die sich in Frankreich aufhalten. Die deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich können keine Bescheinigungen ausstellen, die von französischen Behörden anzuerkennende Ausnahmen bewirken könnten.

Aktuell besteht für Personen ab sechs Jahren eine bußgeldbewehrte Verpflichtung zum Tragen einer Gesichtsmaske nur noch in Gesundheitseinrichtungen, Einrichtungen der Alten- und Krankenpflege sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.. Dort gilt zusätzlich weiterhin die Vorlagepflicht des „pass sanitaire“ (3-G-Regel). Achten Sie auf lokale Warnungen und Hinweise in den französischen Medien und halten Sie sich an Weisungen der französischen Behörden. Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite der Regierung. Dort finden Sie auch Hinweise zur französischen Corona-App („TousAntiCovid“).

Der öffentliche Personennahverkehr funktioniert, Reisemöglichkeiten im Fernverkehr sind teilweise noch eingeschränkt. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Reiseanbieter über die bestehenden Verbindungen. In Fernzügen müssen Sitzplätze zur Einhaltung der Abstandsgebote reserviert werden.

Im Falle einer Erkrankung in Frankreich: Die französische Regierung rät Personen mit COVID-19-Symptomen (Husten, Fieber), zu Hause zu bleiben und Kontakte zu anderen Personen zu vermeiden. Rufen Sie einen Arzt an, bevor Sie sich in eine Praxis begeben. Dieser kann Sie telefonisch beraten. Wenn Sie unter schwerwiegenderen Symptomen wie z.B. Atembeschwerden leiden, rufen Sie den Rettungsdienst (SAMU) unter der Telefonnummer 15 an. Die französischen Regeln für COVID-19-Impfungen gelten auch für Deutsche mit Wohnsitz in Frankreich, ggf. auch ohne „carte vitale“.

ACHTUNG:  Ab Dienstag, den 15.02.22, ist zur Gültigkeit des Impfnachweises im „pass sanitaire“ bzw. „pass vaccinal“ (s. o.) für Personen ab 18 Jahren und einem Monat der Nachweis einer dritten Impfung (Booster) erforderlich, sofern die letzte Impfung mehr als vier Monate zurückliegt. Für Reisende, die mit dem Impfstoff von Janssen geimpft wurden, gilt dies, sofern die Impfung vor mehr als einem Monat stattfand.

Informationen zum französischen digitalen Impfnachweis finden Sie auf der Internetseite der französischen Krankenversicherungen. Informationen zum deutschen digitalen Impfnachweis finden Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums. Informationen zum EU-weit ab dem 1. Juli 2021 verfügbaren digitalen COVID-Zertifikat nach Vorgaben der EU finden Sie auf der Internetseite der Europäischen Kommission. Es wird dringend empfohlen, in Deutschland vorgenommene vollständige, z.B. im gelben WHO-Impfausweis verzeichnete COVID-19-Impfungen in eine digital lesbare, zertifizierte Form umwandeln zu lassen, da Frankreich Impfnachweise mit Zertifizierungscode verlangt. Die Botschaft kann hierbei leider nicht behilflich sein.

Grenzüberschreitender Verkehr, Ein- und Ausreisen

1. Allgemeines

Die Einreise nach Frankreich aus den Mitgliedstaaten der EU und anderen der EU gleichgestellten Staaten (Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Schweiz, Vatikanstaat) ist weiterhin möglich. Andere internationale Reisemöglichkeiten sind beschränkt.

Bitte beachten Sie auch die allgemeinen sowie länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Frankreich und allgemeine Hinweise zur Pandemielage in Deutschland der Bundesregierung.

2. Reisen nach und in Frankreich

a)  Einreiseregeln für Geimpfte

Für Geimpfte gelten für die Einreise nach Frankreich grundsätzlich keine COVID-19-bezogenen Einschränkungen. Die für geimpfte Erwachsene geltenden Maßnahmen gelten unter den gleichen Bedingungen auch für sie begleitende Minderjährige. Für nicht geimpfte Minderjährige ab 12 Jahren besteht aber eine generelle Testpflicht.

Vorzulegen ist aus Ländern der Kategorie „grün“ lediglich ein gültiger Impfnachweis. Für Reisende aus Ländern der Kategorie „orange“ ist zusätzlich zum gültigen Impfnachweis noch eine eidesstattliche Erklärung zur Symptomfreiheit vorzuhalten.

b) Einreiseregeln für Nicht-Geimpfte

Aktuell müssen Reisende ab 12 Jahren aus Ländern der grünen Kategorie bei der Einreise nach Frankreich einen höchstens 72 Stunden vor der Abreise vorgenommenen negativen PCR-Test oder 48 Stunden vor der Abreise vorgenommenen negativen Antigen-Test mit Nachweis des Proteins N, oder ein gültiges Genesenenzertifikat (Gültigkeitsdauer ab 15.02.22 nur noch vier Monate) vorweisen.

Bei Einreise aus den Staaten der Kategorie „grün“ auf dem Landweg gelten Ausnahmen von dieser Test- und Nachweispflicht für Reisen von weniger als 24 Stunden Dauer und in einem Umkreis von weniger als 30 km vom eigenen Wohnort, für beruflich veranlasste Reisen, deren Dringlichkeit oder Häufigkeit solche Tests nicht zulassen und für berufliche Reisen von im gewerblichen Straßenverkehr Tätigen. Das Vorliegen eines Ausnahmetatbestandes ist mit geeigneten Dokumenten nachzuweisen. Die Durchreise auf dem Landweg ist mit den genannten Nachweisen möglich.

Für die Reise aus oder in Richtung der französischen Überseegebiete gelten darüber hinausgehende unterschiedliche Erfordernisse (zwingendes Motiv, vollständiger Impfstatus, in manchen Fällen negativer PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, ansonsten Quarantäne). Bitte informieren Sie sich gezielt über die Einreisebedingungen für Ihre Destination.

Die Einreise aus Ländern, die im Hinblick auf die dort stärkere, aber noch kontrollierte COVID-19-Verbreitung von der französischen Regierung „orange“ eingestuft sind (alle Länder, die nicht „grün“ oder „rot“ – s. unten – eingestuft sind), bedarf eines negativen PCR-Tests, der nicht früher als 72 Stunden, oder eines negativen Antigen-Tests mit Nachweis des Proteins N, der nicht früher als 48 Stunden vor Abreise vorgenommen wurde. Wenn Sie kürzlich an COVID-19 erkrankt waren, können Sie anstelle des Testes ein Genesenenzertifikat vorlegen, das mindestens 11 Tage und höchstens vier Monate zurückliegt. Außerdem müssen ein zwingender persönlicher oder familiärer, ein dringender gesundheitlicher oder ein  unaufschiebbarer beruflicher Grund erklärt und durch geeignete Dokumente, bei einem Transportunternehmen ggf. vor Abreise, nachgewiesen werden, verbunden mit einer Selbstverpflichtung zu einer siebentägigen Quarantäne bei positiver Testung nach der Einreise und zur Duldung weiterer Tests nach Einreise bzw. Quarantäneende. Ausnahmen gelten für den gewerblichen Güterverkehr von und nach Großbritannien.

3. Nachweis des Impf-, Test- oder Genesenenstatus

Für die Einreise nach Frankreich erforderliche Testnachweise können auch durch den Nachweis der vollständigen Impfung gegen COVID-19 oder der Genesung von einer COVID-19-Infektion ersetzt werden. Dem Nachweis von Test-, Impf- oder Genesenenstatus dient der „pass sanitaire“ z.B. über die französische Corona-App „TousAntiCovid“. In Frankreich vorgenommene vollständige Impfungen oder registrierte Tests sind, entweder über ein maschinenlesbares Zertifikat (QR-Code) der jeweiligen Impf- oder Teststelle oder über die Internetseite der französischen Krankenversicherer www.ameli.fr abgerufen, in der Corona-App („TousAntiCovid“) eintragbar. Elektronisch zertifizierte Nachweise aus anderen Mitgliedstaaten der EU („COVID-Zertifikat der EU“) sind seit dem 01.07.21 kompatibel. Bitte beachten Sie, dass Impfungen, die zum Teil in Frankreich und zum Teil in Deutschland durchgeführt wurden, nicht zu einem Zertifikat mit entsprechendem QR-Code zusammengeführt werden können!

Ab dem 14.03.22 gelten für den Besuch von Kultur- und Freizeiteinrichtungen (Theater, Kino, Museen, Freizeitparks, Festivals, Konzertsäle etc.) keine Covid-19-bedingten Einschränkungen mehr.

4. Einreise in die Bundesrepublik Deutschland

Bei der Einreise nach Deutschland gelten ab Mittwoch, den 01.06.2022, grundsätzlich keine COVID-19-bezogenen Einschränkungen mehr. Ein Nachweis über eine Impfung, Testung oder Genesung ist nicht mehr erforderlich. Diese Regelung ist bis zum 31.08.2022 befristet. Für Reisende aus Virusvariantengebieten, wozu Frankreich derzeit nicht gehört, gelten die bisherigen Regelungen weiter.

Links:

Webseite des Bundesgesundheitsministeriums,
Coronavirus-Einreiseverordnung vom 30.07.2021.
Webseite der Bundesregierung verweist auf die in den einzelnen Bundesländern ergänzend geltenden Regelungen.
Info-Tool zu den Einreisebestimmungen zwischen Deutschland und Frankreich

Weitere Informationen

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