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Informationen in deutscher Sprache über die geltenden Regelungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden Sie hier:

26.05.2020 - Artikel

Nach den Entscheidungen der französischen Behörden zur Lockerung der Ausgangsbeschränkungen ist seit dem 11.05.2020 auch an den deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich in begrenztem Umfang wieder Publikumsverkehr möglich. Die Öffnungszeiten für einzelne konsularische Anliegen können jedoch deutlich von den Öffnungszeiten vor Beginn der Ausgangssperren abweichen  - bitte informieren Sie sich daher jeweils aktuell auf den individuellen Webseiten der Auslandsvertretung, die Sie besuchen möchten.

Beschränkungen des öffentlichen Lebens

Die von der französischen Regierung getroffenen Maßnahmen gelten auch für deutsche Reisende in Frankreich. Achten Sie auf lokale Warnungen und Hinweise in den französischen Medien und halten Sie sich an Weisungen der französischen Behörden. Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite der Regierung bzw. des Elysée. Weitere Informationen des französischen Außenministeriums in deutscher Sprache finden Sie hier.  

Die strikte innerfranzösische Ausgangssperre wurde ab dem 11.5. aufgehoben. Die eigene Wohnung darf bis zu einer Distanz von 100 km Luftlinie ohne weiteren Grund verlassen werden. Es sollte jedoch ein geeigneter Nachweis des Wohnsitzes (Ausweis mit entsprechender Angabe, Strom- oder Telefonrechnung) mitgeführt werden. Wer sich über 100 km Luftlinie von seinem Wohnort fortbewegen will, bedarf dazu eines beruflichen oder wichtigen familiären Grundes und einer entsprechenden Bescheinigung. Die 100 km-Distanz gilt nicht innerhalb eines Departments. Eine unverbindliche Ausfüllhilfe auf Deutsch finden Sie hier.

Der öffentliche Personennah- und Fernverkehr ist weiterhin stark reduziert, in Fernzügen müssen Sitzplätze zur Einhaltung der Abstandsgebote reserviert werden, für Reisende über 11 Jahren besteht im Öffentlichen Personennah- und Fernverkehr (einschließlich Taxis) eine bußgeldbewehrte Maskenpflicht. In der Île de France (Großraum Paris) dürfen öffentliche Verkehrsmittel in den Stoßzeiten nur mit einer Bescheinigung des Arbeitgebers über den Beginn und das Ende der Arbeitszeit oder aus anderen unabweisbaren Gründen (Arzt- oder Schulbesuch) benutzt werden. Nähere Informationen finden Sie auf der Seite der Präfektur der Île de France. Im Hinblick auf die Öffnung öffentlicher Parks oder von Stränden können je nach Pandemielage regionale Unterschiede bestehen.

Detailinformationen zu Ausnahmetatbeständen finden Sie auf den FAQ der französischen Regierung zu Corona.
 
Sofern Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen wollen, informieren Sie sich bitte aktuell bei Ihrem Reiseanbieter über die begrenzten Möglichkeiten.

Im Falle einer Erkrankung in Frankreich: Die französische Regierung rät Personen mit COVID-19 Symptomen (Husten, Fieber): Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie Kontakte zu anderen Personen. Rufen Sie einen Arzt an, bevor Sie sich in eine Praxis begeben. Diese können Sie telefonisch beraten. Wenn Sie unter schwerwiegenderen Symptomen, wie Atembeschwerden leiden, rufen Sie den Rettungsdienst (SAMU) unter Telefon 15 an.

Grenzüberschreitender Verkehr, Ein- und Ausreisen

Für die Einreise nach Frankreich müssen Sie (auch zum Transit) eine selbst ausgefüllte internationale Einreisebescheinigung mitführen. Dabei wird unterschieden zwischen der Einreise aus EU- und Schengen-Mitgliedstaaten sowie Großbritannien einerseits (EU+, Formular in französischer und englischer Sprache) und Einreisen aus allen übrigen Drittländern andererseits (Formular in französischer und englischer Sprache).

Ab dem 25.5. rufen die französischen Behörden Reisende aus Drittstaaten oder EU+-Staaten, die ihrerseits eine Quarantänepflicht eingeführt haben, zu einer freiwilligen 14-tägigen Quarantäne auf. Die zahlreichen Ausnahmetatbestände (z.B. Transit, bestimmte berufliche oder private Gründe, nähere Hinweise auf der Internetseite des französischen Innenministeriums) decken sich weitgehend mit denen, die überhaupt zur Einreise nach Frankreich berechtigen.   

Transit durch Frankreich: Als EU-Bürger dürfen Deutsche weiter über die frz. EU-Außengrenze (z.B. internationale Flughäfen) zur Rückkehr an ihren Wohnsitz in Frankreich oder in Deutschland in den Schengen-Raum einreisen. Transitreisende im Flugverkehr sollten ihre Anschlussverbindungen nachweisen können. Auch können Personen, die sich in einem anderen EU-Mitgliedsstaat (z.B. Spanien) befinden und in ihr Heimatland (z.B. Deutschland) zurückkehren wollen, durch Frankreich zurückreisen. Sie sollten den direkten und schnellsten Weg (Autobahn) nach Deutschland wählen und (touristische) Aufenthalte abseits der Autobahnen vermeiden.

Bezüglich der weitgehenden Reisebeschränkungen und der vorübergehenden Grenzkontrollen an der deutsch-französischen Grenze beachten Sie bitte unbedingt die Hinweise des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie der Bundespolizei. Eine Liste der geöffneten Grenzübergänge zwischen Deutschland und Frankreich findet sich hier.

Bitte beachten Sie auch die allgemeinen sowie länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Frankreich.

Die von den hierfür zuständigen deutschen Bundesländern bestimmten Voraussetzungen für eine Quarantänepflicht in Deutschland auch für Einreisen aus EU-Mitgliedstaaten, dem Schengenraum und Großbritannien liegen derzeit nicht vor. Über Frankreich im Transit aus Drittstaaten nach Deutschland Reisende informieren sich bitte bei den jeweiligen Landesgesundheitsbehörden ihres Ziel-Bundeslandes oder beim örtlich zuständigen Gesundheitsamt. Eine Liste mit Links zu den entsprechenden Landesgesundheitsbehörden finden Sie unter diesem Artikel.

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