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Informationen in deutscher Sprache über die geltenden Regelungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden Sie hier:

15.01.2021 - Artikel

An den deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich ist in begrenztem Umfang Publikumsverkehr möglich. Die Öffnungszeiten für einzelne konsularische Anliegen können jedoch deutlich von den Öffnungszeiten vor Beginn der Pandemie abweichen  - bitte informieren Sie sich daher jeweils aktuell auf den individuellen Webseiten der Auslandsvertretung, die Sie besuchen möchten.

Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Frankreich

Seit dem 16. Januar 2020 gilt eine bußgeldbewehrte Ausgangssperre landesweit von 18 bis 6 Uhr. Bitte informieren Sie sich zu den geltenden Regeln auf der Seite der französischen Regierung. Bestimmte Ausnahmetatbestände können in dringenden Fällen und unter Mitführung einer Ausgangsbescheinigung geltend gemacht werden. Die Bescheinigung kann hier als Leerformular zum Ausdruck abgerufen oder hier online oder in der französischen Corona-App „TousAntiCovid“ ausgefüllt werden.

Die von den französischen Behörden getroffenen Maßnahmen gelten auch für Deutsche, die sich in Frankreich aufhalten. Die deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich können keine Bescheinigungen ausstellen, die von französischen Behörden anzuerkennende Ausnahmen bewirken könnten. Fragen zur Ausgangssperre beantwortet die französische Regierung hier oder können an örtliche französische Behörden, z.B. die Präfektur oder Gemeinde Ihres Aufenthaltsorts adressiert werden.

Für Personen ab 11 Jahre besteht seit dem 20.07.2020 eine bußgeldbewehrte Verpflichtung zum Tragen einer Gesichtsmaske in allen öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen (u.a. Geschäfte, Banken, Bahnhöfe, Flughäfen). Diese Verpflichtung zum Tragen einer Gesichtsmaske wurde auch auf Straßen, Plätze und andere öffentliche Orte mit dichterem Publikumsverkehr ausgedehnt. Dies gilt insbesondere für viele Bereiche der Innenstadt von Paris und anderer großer Städte. Achten Sie auf lokale Warnungen und Hinweise in den französischen Medien und halten Sie sich an Weisungen der französischen Behörden. Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite der Regierung. Dort finden Sie auch Hinweise zur französischen Corona-App „TousAntiCovid“ (derzeit nicht kompatibel mit der deutschen Corona-App). Weitere Informationen des französischen Außenministeriums in deutscher Sprache finden Sie hier.  

Der öffentliche Personennahverkehr funktioniert, Reisemöglichkeiten im Fernverkehr sind eingeschränkt. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Reiseanbieter über die bestehenden Verbindungen. In Fernzügen müssen Sitzplätze zur Einhaltung der Abstandsgebote reserviert werden, für Reisende über 11 Jahren besteht im Öffentlichen Personennah- und Fernverkehr (einschließlich Taxis) eine bußgeldbewehrte Maskenpflicht. Beachten Sie in den Bahnhöfen und Zügen die Anweisungen zur Einhaltung von Abständen und anderen Hygienevorschriften.

Im Falle einer Erkrankung in Frankreich: Die französische Regierung rät Personen mit COVID-19 Symptomen (Husten, Fieber): Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie Kontakte zu anderen Personen. Rufen Sie einen Arzt an, bevor Sie sich in eine Praxis begeben. Dieser kann Sie telefonisch beraten. Wenn Sie unter schwerwiegenderen Symptomen wie Atembeschwerden leiden, rufen Sie den Rettungsdienst (SAMU) unter Telefon 15 an.

Grenzüberschreitender Verkehr, Ein- und Ausreisen

1. Allgemeines

Mit Ablauf des 15.06.2020 entfällt generell bei Reisen aus anderen Staaten der EU nach Deutschland das pandemiebedingte Erfordernis eines triftigen Einreisegrundes. Dies gilt auch für Einreisen aus den Schengen-assoziierten Staaten Norwegen, Liechtenstein und Island.

Die Einreise nach Frankreich aus den vorgenannten Staaten ist weiterhin möglich, für die Weiterreise innerhalb Frankreichs gelten die oben genannten Ausgangs- und Reisebeschränkungen.

Bitte beachten Sie auch die allgemeinen sowie länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Frankreich und allgemeine Hinweise zur Pandemielage in Deutschland der Bundesregierung.

2. Reisen nach und in Frankreich

Für die Einreise nach Korsika ist, bußgeldbewehrt, ab dem 19.12.2020 bis mindestens 08.02.2021 ein negativer CoViD-19-Test (PCR oder antigen) sowie eine diesbezügliche schriftliche Erklärung erforderlich. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Internetseite der Präfektur von Korsika. Besondere Bestimmungen (PCR-Testpflicht, 7-tägige Quarantäne, danach erneuter Test) gelten auch für Reisen in die karibischen Überseegebiete und La Réunion. Bei Einreise von Guayana, von La Réunion, Mayotte und vom Vereinigten Königreich Großbritannien nach Festlandsfrankreich sind vor der Abreise ein negativer PCR-Test, die Unterzeichnung einer Verpflichtung zur Einhaltung einer 7-tägigen Quarantäne nach Einreise und danach zu einem weiteren Test erforderlich.

3. Einreise in die Bundesrepublik Deutschland

a) Einreiseanmeldung

Nach den am 8. November 2020 in Kraft getretenen Anordnungen des Bundesministeriums für Gesundheit müssen sich Reisende vor ihrer Einreise nach Deutschland hier elektronisch registrieren, wenn sie sich in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Die digitale Einreiseanmeldung ersetzt die bislang von den Verkehrsunternehmen ausgegebene Aussteigerkarte. Die digitale Einreiseanmeldung ist, unabhängig von dem genutzten Verkehrsmittel (privater PKW, Flugzeug, Zug etc.), von allen Reisenden auszufüllen. Bitte halten Sie die dann elektronische generierte Anmeldebestätigung für den Fall einer Kontrolle (z.B. durch die Fluggesellschaft) bereit. Mit der Einreiseanmeldung erhalten die für den Zielort der Reisenden zuständigen Gesundheitsämter die notwendigen Informationen, um gegebenenfalls Infektionsketten nachverfolgen zu können. Den Gesundheitsämtern obliegt auch die Kontrolle, ob die nach landesrechtlichen Regelungen bestehende Quarantänepflicht (mehr dazu unter Punkt c)) eingehalten wird. Sollte es in Ausnahmefällen nicht möglich sein, eine digitale Einreiseanmeldung vorzunehmen, müssen Sie stattdessen diese Ersatzmitteilung in Papierform ausfüllen. Bei Verstößen können Bußgelder verhängt werden. Ausnahmen (nur bei Symptomfreiheit) von der Anmeldepflicht können unter anderem für Durchreisende ohne Aufenthalt im Risikogebiet oder in Deutschland, für im Transportgewerbe Tätige oder für Aufenthalte unter 24 Stunden im Grenzverkehr bestehen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

b) Test- und Nachweispflicht bei Einreise

Ab dem 14.1.2021 gilt neben der Anmeldepflicht bei Einreise nach Deutschland eine Test- und Nachweispflicht, die danach unterschiedlich ausgestaltet ist, ob die Einreise aus einem Risikogebiet (typisches, aber nicht automatisches Kriterium >50 Infektionsfälle/100.000 Einwohner/laufende Woche), einem Hochinzidenzgebiet (typisches, aber nicht automatisches Kriterium >200 Infektionsfälle/100.000 Einwohner/laufende Woche) oder einem Virusvariantengebiet (Verbreitung einer ansteckenderen Variante des Coronavirus SARS-CoV-2) erfolgt. Diese Gebiete werden durch Veröffentlichung auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts ausgewiesen. Aktuell sind für Frankreich folgende Gebiete ausgewiesen: als Risikogebiete das gesamte europäische französische Staatsgebiet sowie in Übersee St. Martin 978, Französisch-Guayana 973 und Französisch-Polynesien 987.

Einreisende aus Risikogebieten müssen spätestens 48 h nach Einreise einen negativen Test nach den Anforderungen des Robert-Koch-Instituts nachweisen können, der frühestens 48 h vor der Einreise vorgenommen wurde. Einreisende aus Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten müssen das Testergebnis schon bei Einreise vorweisen.

Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht für Einreisen aus einem Risikogebiet können beispielsweise für Reisende, die von der Anmeldepflicht befreit sind, für Aufenthalte von höchstens 72 Stunden in Deutschland zum Zweck des Besuchs Verwandter 1. Grades oder bei Einhalten von Vorsichtsmaßnahmen für Grenzpendler bei ausbildungs- oder berufsbedingten Aufenthalten gelten.

Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht bei Einreisen aus Hochinzidenzgebieten sind nur für Durchreisende oder für den Waren- und Güterverkehr mit höchstens 72 stündigem Aufenthalt in Deutschland möglich.

Für Einreisen aus Virusvariantengebieten sind keine Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht vorgesehen.

Einzelheiten regelt die Coronavirus-Einreiseverordnung der Bundesregierung vom 13.1.2021.

c) Quarantänepflicht

Die von den hierfür zuständigen deutschen Bundesländern bestimmten Voraussetzungen für eine Quarantänepflicht in Deutschland auch für Einreisen aus EU-Mitgliedstaaten, dem Schengenraum und Großbritannien sind gemäß der vom Robert-Koch-Institut am 7.1.2021 bekanntgegebenen Einstufung für das gesamte europäische französische Staatsgebiet sowie in Übersee St. Martin 978, Französisch-Guayana 973 und Französisch-Polynesien 987 als Risikogebiete derzeit gegeben.

Die Quarantänepflicht wird durch Rechtsverordnungen der Bundesländer geregelt, es gilt das Recht des Bundeslandes, in das Sie einreisen bzw. in dem Sie sich aufhalten. Grundsätzlich müssen sich aus Risikogebieten Einreisende unverzüglich nach Einreise an ihrem Zielort entweder daheim oder in einer anderen geeigneten Unterkunft in eine zehntägige Quarantäne begeben. Ein erster CoViD-Test nach den Anforderungen des Robert-Koch-Instituts muss in der Regel höchstens 48 h vor Einreise bzw. spätestens unmittelbar nach Einreise in Deutschland durchgeführt werden. Zur Unterbrechung der Quarantäne kann frühestens nach fünf Aufenthaltstagen in Deutschland ein zweiter CoViD-PCR-Test vorgenommen werden. Für bestimmte Personen- oder Berufsgruppen sind nach dem Recht des jeweiligen Bundeslandes (insbesondere Durchreisende und Grenzpendler) Ausnahmen möglich. Fragen zur Quarantänepflicht können Sie an das Gesundheitsamt an Ihrem Reiseziel richten. Eine Liste mit Links zu den entsprechenden Landesgesundheitsbehörden und zu den Landes-Quarantäneverordnungen finden Sie unter diesem Artikel.

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