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Informationen in deutscher Sprache über die geltenden Regelungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden Sie hier:

18.06.2021 - Artikel

An den deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich ist weiterhin in begrenztem Umfang Publikumsverkehr möglich. Die Öffnungszeiten für einzelne konsularische Anliegen können jedoch deutlich von den Öffnungszeiten vor Beginn der Pandemie abweichen  - bitte informieren Sie sich daher jeweils aktuell auf den individuellen Webseiten der Auslandsvertretung, die Sie besuchen möchten.

Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Frankreich

Es gilt noch bis 19.6. einschließlich landesweit eine bußgeldbewehrte Ausgangssperre (23 bis 6 Uhr). Bitte informieren Sie sich zu den geltenden Regeln auf der Seite der französischen Regierung. Bestimmte Ausnahmetatbestände können in dringenden Fällen und unter Mitführung einer Ausgangsbescheinigung geltend gemacht werden. Die Bescheinigung kann hier als Leerformular zum Ausdruck abgerufen oder hier online oder in der französischen Corona-App „TousAntiCovid“ ausgefüllt werden.

Die von den französischen Behörden getroffenen Maßnahmen gelten auch für Deutsche, die sich in Frankreich aufhalten. Die deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich können keine Bescheinigungen ausstellen, die von französischen Behörden anzuerkennende Ausnahmen bewirken könnten. Fragen zur Ausgangssperre beantwortet die französische Regierung hier oder können an örtliche französische Behörden, z.B. die Präfektur oder Gemeinde Ihres Aufenthaltsorts adressiert werden.

Für Personen ab 11 Jahre besteht seit dem 20.07.2020 eine bußgeldbewehrte Verpflichtung zum Tragen einer Gesichtsmaske in allen öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen (u.a. Geschäfte, Banken, Bahnhöfe, Flughäfen). Seit dem 17.6.2021 entfällt die grundsätzliche Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien, wenn nicht besondere Umstände wie Warteschlangen oder andere Menschenansammlungen oder auf Märkten im Freien diese Vorsichtsmaßnahme weiterhin erfordern. Eine Gesichtsmaske muss u.a. mehr als 90 % ausgeatmeter Partikel der Größe 3 Mikrometer filtern (handelsübliche chirurgische Einwegmasken, entsprechend zertifizierte handelsübliche Stoffmasken). Achten Sie auf lokale Warnungen und Hinweise in den französischen Medien und halten Sie sich an Weisungen der französischen Behörden. Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite der Regierung. Dort finden Sie auch Hinweise zur französischen Corona-App „TousAntiCovid“ (derzeit nicht kompatibel mit der deutschen Corona-App). Weitere Informationen des französischen Außenministeriums in deutscher Sprache finden Sie hier.  

Der öffentliche Personennahverkehr funktioniert, Reisemöglichkeiten im Fernverkehr sind eingeschränkt. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Reiseanbieter über die bestehenden Verbindungen. In Fernzügen müssen Sitzplätze zur Einhaltung der Abstandsgebote reserviert werden, für Reisende über 11 Jahren besteht im Öffentlichen Personennah- und Fernverkehr (einschließlich Taxis) eine bußgeldbewehrte Maskenpflicht. Beachten Sie in den Bahnhöfen und Zügen die Anweisungen zur Einhaltung von Abständen und anderen Hygienevorschriften.

Im Falle einer Erkrankung in Frankreich: Die französische Regierung rät Personen mit COVID-19 Symptomen (Husten, Fieber): Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie Kontakte zu anderen Personen. Rufen Sie einen Arzt an, bevor Sie sich in eine Praxis begeben. Dieser kann Sie telefonisch beraten. Wenn Sie unter schwerwiegenderen Symptomen wie Atembeschwerden leiden, rufen Sie den Rettungsdienst (SAMU) unter Telefon 15 an. Die französischen Regeln für CoViD-19-Impfungen gelten auch für Deutsche mit Wohnsitz in Frankreich, ggf. auch ohne „carte vitale“.

Grenzüberschreitender Verkehr, Ein- und Ausreisen

1. Allgemeines

Die Einreise nach Frankreich aus den Mitgliedstaaten der EU (und EU-gleichgestellt: Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Schweiz, Vatikanstaat) ist weiterhin möglich, für die Weiterreise innerhalb Frankreichs gelten die oben genannten Ausgangs- und Reisebeschränkungen. Andere internationale Reisemöglichkeiten sind auf wenige Ausnahmen beschränkt.

Bitte beachten Sie auch die allgemeinen sowie länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Frankreich und allgemeine Hinweise zur Pandemielage in Deutschland der Bundesregierung.

2. Reisen nach und in Frankreich

Reisende, die älter als 11 Jahre sind, aus der EU (und EU-gleichgestellten Staaten Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Schweiz, Vatikanstaat sowie weitere von der französischen Regierung als „grün“ eingestufte Länder) müssen bei Einreise nach Frankreich einen höchstens 72 h vor Abreise vorgenommenen negativen CoViD-19-Test (PCR oder Antigen mit Nachweis des Proteins N) vorweisen. Gleichwertig ist der Nachweis eines vollständigen Impfstatus mit einem von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassenen Impfstoff oder der höchstens 6 Monate alte Nachweis der Genesung von einer CoViD-19-Infektion. Außerdem ist eine Erklärung zur Symptomfreiheit erforderlich. Bei Einreise aus den vorgenannten Staaten auf dem Landweg gelten Ausnahmen von dieser Test- und Nachweispflicht für Reisen von weniger als 24 Stunden Dauer und in einem Umkreis von weniger als 30 km vom eigenen Wohnort, für beruflich veranlasste Reisen, deren Dringlichkeit oder Häufigkeit solche Tests nicht zulassen und für berufliche Reisen von im gewerblichen Straßenverkehr Tätigen. Das Vorliegen eines Ausnahmetatbestandes ist mit geeigneten Dokumenten nachzuweisen. Die Durchreise auf dem Landweg ist mit den genannten Nachweisen und unter Beachtung der nächtlichen Ausgangssperre möglich.

Für die Reise aus oder in Richtung der französischen Überseegebiete gelten darüberhinausgehende unterschiedliche Erfordernisse.

Für die Einreise nach Korsika ist, bußgeldbewehrt, ein negativer CoViD-19-Test (PCR oder Antigen mit Nachweis des Proteins N) sowie eine diesbezügliche schriftliche Erklärung erforderlich. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Präfektur von Korsika.

Die Einreise aus und die Ausreise in Richtung von Ländern, die im Hinblick auf die dort stärkere, aber noch kontrollierte CoViD-19-Verbreitung von der französischen Regierung „orange“ eingestuft sind (alle Länder, die nicht „grün“ oder „rot“ – s. unten – eingestuft sind), bedarf eines negativen PCR-Tests, der nicht früher als 72 h, oder eines negativen Antigentest mit Nachweis des Proteins N, der nicht früher als 48 h vor Abreise vorgenommen wurde. Außerdem müssen Reisende aus diesen Ländern ihren Impfstatus nachweisen oder, ohne Nachweis des Impfstatus, einen zwingenden persönlichen oder familiären, dringenden gesundheitlichen oder unaufschiebbaren beruflichen Grund erklären und durch geeignete Dokumente, einem Transportunternehmen ggf. vor Abreise, nachweisen, verbunden mit einer Selbstverpflichtung zu einer 7-tägigen Quarantäne und zur Duldung weiterer Tests nach Einreise bzw. Quarantäneende. Ausnahmen gelten für den gewerblichen Güterverkehr von und nach Großbritannien.

Die Einreise aus und die Ausreise in Richtung von Ländern, die im Hinblick auf die dort besonders hohe CoViD-19-Verbreitung oder die Verbreitung besorgniserregender Virusvarianten von der französischen Regierung „rot“ eingestuft sind, bedarf eines nachgewiesenen dringenden Reisegrundes. Außerdem müssen Sie bei Einreise einen höchstens 48 h vor Abreise vorgenommenen PCR-Test oder Antigentest mit Nachweis des Proteins N vorweisen. Reisende, die ihren Impfstatus nachweisen können, müssen sich außerdem zu einer vorbeugenden 7-tägigen Quarantäne mit anschließendem CoViD-19-Test verpflichten. Reisende aus diesen Ländern, die ihren Impfstatus nicht nachweisen können, unterliegen einer bußgeldbewehrten 10-tägigen Quarantänepflicht bei Ankunft in Frankreich an einem vorher anzugebenden Ort.

3. Nachweis des Impf-, Test- oder Genesenenstatus für Reisende und Teilnehmer an Großveranstaltungen in Frankreich

Ab dem 9. Juni 2021 können für die Einreise nach Frankreich oder die Teilnahme an bestimmten Großveranstaltungen erforderliche Testnachweise auch durch den Nachweis der vollständigen Impfung gegen CoViD-19 oder der Genesung von einer CoViD-19-Infektion ersetzt werden. Dem Nachweis von Test-, Impf- oder Genesenenstatus dient der „pass sanitairez.B. über die französische Corona-App „TousAntiCovid“. In Frankreich vorgenommene vollständige Impfungen oder registrierte Tests sind, entweder über ein maschinenlesbares Zertifikat (QR-Code) der jeweiligen Impf- oder Teststelle, oder über die Internetseite der französischen Krankenversicherer www.ameli.fr abgerufen, in der Corona-App eintragbar. Elektronisch zertifizierte Nachweise aus anderen Mitgliedstaaten der EU sollen möglicherweise schon ab dem 21. Juni, spätestens ab dem 1. Juli 2021 kompatibel sein. Informationen zum deutschen digitalen Impfnachweis finden Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums. Informationen zum EU-weit ab dem 1. Juli 2021 verfügbaren digitalen CoViD-Zertifikat nach Vorgaben der EU finden Sie auf der Internetseite der Europäischen Kommission. Es wird empfohlen, in Deutschland vorgenommene vollständige, z.B. im gelben WHO-Impfausweis verzeichnete CoViD-19-Impfungen in eine digital lesbare, zertifizierte Form umwandeln zu lassen, da Frankreich Impfnachweise mit Zertifizierungscode verlangt.

4. Einreise in die Bundesrepublik Deutschland

Ab dem 20.6.2021 gilt das gesamte französische Staatsgebiet mit Ausnahme der auch dann noch als Risikogebiet eingestuften Überseegebiete Französisch Guyana, Guadeloupe, St. Martin und Réunion nicht mehr als Risikogebiet. Daher entfallen bei Einreise aus Frankreich (bis auf die genannten Überseegebiete und bei aktuellen Voraufenthalten in anderen Risikogebieten) ab dann die unten (4. a)-c)) beschriebenen Einschränkungen (Einreiseanmeldung, Absonderungspflicht, Test- und Nachweispflicht) für die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland. Für Flugpassagiere bleibt die Test- und Nachweispflicht bestehen.

a) Einreiseanmeldung

Nach den am 8. November 2020 in Kraft getretenen Anordnungen des Bundesministeriums für Gesundheit müssen sich Reisende, unabhängig von dem genutzten Verkehrsmittel (privater PKW, Flugzeug, Zug etc.), vor ihrer Einreise nach Deutschland hier elektronisch registrieren, wenn sie sich in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Bitte halten Sie die dann generierte elektronische Anmeldebestätigung für den Fall einer Kontrolle (z.B. durch die Fluggesellschaft) bereit. Mit der Einreiseanmeldung erhalten die für den Zielort der Reisenden zuständigen Gesundheitsämter die notwendigen Informationen, um gegebenenfalls Infektionsketten nachverfolgen zu können. Den Gesundheitsämtern obliegt auch die Kontrolle, ob die bestehende Quarantänepflicht (mehr dazu unter Punkt c)) eingehalten wird. Sollte es in Ausnahmefällen nicht möglich sein, eine digitale Einreiseanmeldung vorzunehmen, müssen Sie stattdessen diese Ersatzmitteilung in Papierform ausfüllen. Bei Verstößen können Bußgelder verhängt werden.

Ausnahmen (nur bei Symptomfreiheit) von der Anmeldepflicht bestehen unter anderem für Grenzgänger und Grenzpendler, Durchreisende ohne Aufenthalt im Risikogebiet oder in Deutschland, für im Transportgewerbe Tätige oder für Aufenthalte unter 24 Stunden im Grenzverkehr. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums, genaue Begriffsbestimmungen in § 2 der Coronavirus-Einreiseverordnung vom 12.05.2021

b) Test- und Nachweispflicht bei Einreise

Ab dem 14.1.2021 gilt neben der Anmeldepflicht bei Einreise nach Deutschland eine Test- und Nachweispflicht, die danach unterschiedlich ausgestaltet ist, ob die Einreise aus einem gewöhnlichen Risikogebiet (typisches, aber nicht automatisches Kriterium mehr als 50 Infektionsfälle/100.000 Einwohner/laufende Woche), einem Hochinzidenzgebiet (typisches, aber nicht automatisches Kriterium mehr als 200 Infektionsfälle/100.000 Einwohner/laufende Woche) oder einem Virusvariantengebiet (Verbreitung einer ansteckenderen Variante des Coronavirus SARS-CoV-2) erfolgt. Diese Gebiete werden durch Veröffentlichung auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts ausgewiesen. Seit dem 6.6.2021 gelten Korsika und die französischen Überseegebiete Mayotte, Saint-Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna, Französisch-Polynesien sowie Neu-Kaledonien nicht mehr als Risikogebiete. Ab dem 20.6.2021 gilt das gesamte französische Staatsgebiet mit Ausnahme der noch als Risikogebiete eingestuften Überseegebiete Französisch Guyana, Guadeloupe, St. Martin und Réunion nicht mehr als Risikogebiet.

Einreisende aus gewöhnlichen Risikogebieten müssen spätestens 48 h nach Einreise über einen negativen Testnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Impfnachweis verfügen, Einreisende aus Hochinzidenzgebieten müssen den entsprechenden Nachweis schon bei Einreise vorweisen, Flugpassagiere schon bei Abflug. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gelten darüberhinausgehende, strengere Bestimmungen.

Die Nachweise können in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache vorgelegt werden. Informationen zum deutschen digitalen Impfnachweis finden Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums. Informationen zum EU-weit ab dem 1. Juli 2021 verfügbaren digitalen CoViD-Zertifikat nach Vorgaben der EU finden Sie auf der Internetseite der Europäischen Kommission.

Als Testnachweis gilt ein negativer PCR-Test, der maximal 72 h vor Einreise vorgenommen wurde oder ein negativer Test mit In-vitro-Diagnostika für den direkten Erregernachweis (sog. Antigen- oder Schnelltest), der von einer dazu befugten Stelle maximal 48 h vor Einreise vorgenommen oder überwacht wurde.

Als Genesenennachweis gilt ein positives Testergebnis auf den Coronavirus SARS-CoV-2, wenn die zugrundeliegende Testung durch eine Labordiagnostik mittels Nuklein-säurenachweis (in der Regel PCR) erfolgt ist und mindestens 28 Tage und maximal 6 Monate zurückliegt.

Als Impfnachweis gilt ein Nachweis über das Vorliegen einer vollständigen Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, wenn die Schutzimpfung mit einem oder mehreren der vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) benannten Impfstoffe (z.B. BioNTech, Janssen, Moderna, AstraZeneca) entsprechend der dort genannten Anzahl an Impfstoffdosen erfolgt ist und die letzte erforderliche Impfdosis vor mindestens14 Tagen verabreicht wurde.

Ausnahmen von der Nachweispflicht bei Einreisen aus Hochinzidenzgebieten auf dem Landweg sind möglich für Grenzgänger und Grenzpendler mit der Maßgabe, dass ein Testnachweis mindestens zweimal pro Woche zu erneuern ist, für Durchreisende oder für Transportpersonal im Waren- und Güterverkehr mit höchstens 72-stündigem Aufenthalt in Deutschland.

Ausnahmen von der Nachweispflicht bei Einreise aus einfachen Risikogebieten gelten etwa für auf dem Landweg Einreisende zur Durchreise ohne Zwischenaufenthalt, als Grenzpendler- oder Grenzgänger, im kleinen Grenzverkehr bei höchstens 24 h Aufenthalt oder, bei höchstens 72 h Aufenthaltsdauer, zum Besuch Verwandter ersten Grades, Ehe- oder Lebenspartnern, zur Ausübung eines Sorgerechts oder als hochrangige Angehörige des diplomatischen oder konsularischen Dienstes.

Einzelheiten regelt die Coronavirus-Einreiseverordnung vom 12.05.2021.

c) Quarantänepflicht

Die Voraussetzungen für eine Quarantänepflicht in Deutschland auch für Einreisen aus EU-Mitgliedstaaten, dem Schengenraum und Großbritannien sind aktuell gemäß der vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Einstufung für das gesamte französische Staatsgebiet derzeit gegeben. Seit dem 6.6.2021 gelten Korsika und die französischen Überseegebiete Mayotte, Saint-Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna, Französisch-Polynesien sowie Neu-Kaledonien nicht mehr als Risikogebiete. Ab dem 20.6.2021 gilt das gesamte französische Staatsgebiet mit Ausnahme der noch als Risikogebiete eingestuften Überseegebiete Französisch Guyana, Guadeloupe, St. Martin und Réunion nicht mehr als Risikogebiet.

Die Quarantänepflicht wird seit dem 13.05.2021 durch die Coronavirus-Einreiseverordnung der Bundesregierung vom 12.05.2021 und nicht mehr durch Rechtsverordnungen der Bundesländer geregelt. Grundsätzlich müssen sich Einreisende aus Risikogebieten unverzüglich nach Einreise an ihrem Zielort entweder daheim oder in einer anderen geeigneten Unterkunft in Quarantäne begeben.

Bei Einreise aus einem gewöhnlichen Risikogebiet oder einem Hochinzidenzgebiet beträgt die Dauer der Quarantäne 10 Tage, bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet 14 Tage. Für Genesene oder Geimpfte endet die Quarantänepflicht nach Einreise aus einem gewöhnlichen Risiko- oder einem Hochinzidenzgebiet mit Vorlage des Genesenen- oder Impfnachweises bei der zuständigen Gesundheitsbehörde. Hingegen kann ein erneuter Test zur vorzeitigen Beendigung der Qurantänepflicht nach Aufenthalt in einem Hochinzidenzgebiet frühestens 5 Tage nach Einreise ins Bundesgebiet vorgenommen und der entsprechende negative Testnachweis an die zuständigen Behörden via www.einreiseanmeldung.de übermittelt werden. Nach Aufenthalt nur in einem gewöhnlichen Risikogebiet kann ein negativer Test sofort die Quarantänepflicht beenden.

Nach Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet ist eine Verkürzung der Quarantänedauer nicht möglich.

Ausnahmen (nur bei Symptomfreiheit) von der Quarantänepflicht bestehen unter anderem für Grenzgänger und Grenzpendler, Durchreisende ohne Aufenthalt im Risikogebiet oder in Deutschland, für im Transportgewerbe Tätige, für Aufenthalte unter 24 h im Grenzverkehr oder bei Einreise aus Hochinzidenz- und gewöhnlichen Risikogebieten für Aufenthalte bis zu 72 Stunden Dauer (Höchstdauer entfällt für nachweislich Getestete, Geimpfte und Genesene) für den Besuch engster Verwandter, zur Ausübung eines Sorgerechts oder für hochrangige Angehörige des diplomatischen oder konsularischen Dienstes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums, Einzelheiten regelt die Coronavirus-Einreiseverordnung vom 12.05.2021. Diese Webseite der Bundesregierung verweist auf die in den einzelnen Bundesländern ergänzend geltenden Regelungen.

Fragen zur Quarantänepflicht können Sie an das Gesundheitsamt an Ihrem Reiseziel richten. Eine Liste mit Links zu den Landesgesundheitsbehörden finden Sie unter diesem Artikel.

d) Ausgangssperre in besonders betroffenen Landkreisen

In Landkreisen mit einer Inzidenz von mehr als 100 Infektionsfälle/100.000 Einwohner/laufende Woche gilt ab dem 23.4.2021 gemäß § 28 b des Infektionsschutzgesetzes eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22.00 und 05.00 h. Die Durchreise ohne Aufenthalt durch diese Landkreise bleibt möglich, ebenso Ausnahmen etwa aus beruflichen oder dringenden privaten Reisegründen. Die betroffenen Landkreise werden vom Robert-Koch-Institut und von den jeweiligen Bundesländern bekanntgemacht. Prüfen Sie vor Abreise, ob Ihre Reisepläne betroffen sind.

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