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Informationen in deutscher Sprache über die geltenden Regelungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden Sie hier:

16.10.2020 - Artikel

Nach der Aufhebung der innerfranzösischen Ausgangsbeschränkungen ab dem 2.6.2020 ist auch an den deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich in begrenztem Umfang wieder Publikumsverkehr möglich. Die Öffnungszeiten für einzelne konsularische Anliegen können jedoch deutlich von den Öffnungszeiten vor Beginn der Ausgangssperren abweichen  - bitte informieren Sie sich daher jeweils aktuell auf den individuellen Webseiten der Auslandsvertretung, die Sie besuchen möchten.

Beschränkungen des öffentlichen Lebens

Angesichts seit Anfang August 2020 wieder steigender Infektionszahlen hat die französische Regierung am 14.10.2020 wieder mit Wirkung ab dem 17.10.2020 den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Auf dessen Grundlage gilt ab dem 17.10.2020 ein bußgeldbewehrtes nächtliches Ausgangsverbot von 21.00 h bis 06.00 h im Großraum Paris (Île de France) und Aix-en-Provence/Marseille sowie den Städten Grenoble, Lille, Lyon, Montpellier, Rouen, St. Étienne und Toulouse. Bestimmte, v.a. berufsbedingte Ausnahmen können geltend gemacht werden. Insbesondere in den genannten Städten wird zur Vorsicht und Einhaltung der Abstands- und Hygienegebote aufgerufen. Für Personen ab 11 Jahre besteht seit dem 20.07.2020 eine bußgeldbewehrte Verpflichtung zum Tragen einer Gesichtsmaske in allen öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen (u.a. Geschäfte, Banken, Museen, Bahnhöfe, Flughäfen). Die wieder steigenden Fallzahlen haben mehr und mehr örtliche Behörden veranlasst, die Verpflichtung zum Tragen einer Gesichtsmaske auch auf Straßen, Plätze und anderen öffentliche Orte mit dichterem Publikumsverkehr auszudehnen. Dies gilt insbesondere für viele Bereiche der Innenstadt von Paris und anderer großer Städte. Öffentliche Versammlungen von mehr als 6 Personen sind landesweit untersagt, ebenso private Feiern und Zusammenkünfte (Hochzeiten, Studentenabende...). Die von den französischen Behörden getroffenen Maßnahmen gelten auch für deutsche Reisende in Frankreich. Achten Sie auf lokale Warnungen und Hinweise in den französischen Medien und halten Sie sich an Weisungen der französischen Behörden. Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite der Regierung. Weitere Informationen des französischen Außenministeriums in deutscher Sprache finden Sie hier.  

Der öffentliche Personennah- und Fernverkehr funktioniert weiterhin, informieren Sie sich bei Ihrem Reiseanbieter über die bestehenden Verbindungen. In Fernzügen müssen Sitzplätze zur Einhaltung der Abstandsgebote reserviert werden, für Reisende über 11 Jahren besteht im Öffentlichen Personennah- und Fernverkehr (einschließlich Taxis) eine bußgeldbewehrte Maskenpflicht. Beachten Sie in den Bahnhöfen und Zügen die Anweisungen zur Einhaltung von Abständen und anderen Hygienevorschriften.

Im Falle einer Erkrankung in Frankreich: Die französische Regierung rät Personen mit COVID-19 Symptomen (Husten, Fieber): Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie Kontakte zu anderen Personen. Rufen Sie einen Arzt an, bevor Sie sich in eine Praxis begeben. Dieser kann Sie telefonisch beraten. Wenn Sie unter schwerwiegenderen Symptomen wie Atembeschwerden leiden, rufen Sie den Rettungsdienst (SAMU) unter Telefon 15 an.

Grenzüberschreitender Verkehr, Ein- und Ausreisen

Mit Ablauf des 15.06.2020 entfällt generell bei Reisen aus anderen Staaten der EU nach Deutschland das pandemiebedingte Erfordernis eines triftigen Einreisegrundes. Dies gilt auch für Einreisen aus den Schengen-assoziierten Staaten Norwegen, Liechtenstein und Island sowie dem Vereinigten Königreich.

Bitte beachten Sie auch die allgemeinen sowie länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Frankreich und allgemeine Hinweise zur Pandemielage in Deutschland der Bundesregierung.

Die von den hierfür zuständigen deutschen Bundesländern bestimmten Voraussetzungen für eine Quarantänepflicht in Deutschland auch für Einreisen aus EU-Mitgliedstaaten, dem Schengenraum und Großbritannien sind gemäß der vom Robert-Koch-Institut am 15.10.2020 bekanntgegebenen Einstufung für das gesamte europäische französische Staatsgebiet sowie in Übersee Guadeloupe 971, Martinique 972, St. Martin 978 und La Réunion 974 als Risikogebiete derzeit gegeben. Für die Region Grand Est, für Korsika und für Martinique gilt dies ab dem 17.10.2020 00.00h. Reisende, die sich im Zeitraum von 14 Tagen vor Einreise nach Deutschland in einem dieser Gebiete aufgehalten haben, müssen sich beim Gesundheitsamt ihres Zielortes melden und nach den im jeweiligen Ziel-Bundesland geltenden Einreise- und Quarantänevorschriften sich dort in Quarantäne begeben oder einen aktuellen negativen CoViD-19 RC-PCR-Test vorweisen. Mit dem Flugzeug, Zug oder Fernbus aus ausgewiesenen Risikozonen nach Deutschland Einreisende müssen zudem eine Aussteigekarte zur Meldung beim Gesundheitsamt ihres deutschen Zielortes ausfüllen und abgeben. Diese Formulare werden entweder vom jeweiligen Verkehrsunternehmen zur Verfügung gestellt oder können hier in verschiedenen Sprachen abgerufen werden. Bei Verstößen können Bußgelder verhängt werden. Über Frankreich im Transit aus Drittstaaten nach Deutschland Reisende informieren sich bitte bei den jeweiligen Landesgesundheitsbehörden ihres Ziel-Bundeslandes oder beim örtlich zuständigen Gesundheitsamt. Eine Liste mit Links zu den entsprechenden Landesgesundheitsbehörden und zu den geltenden Landes-Quarantäneverordnungen finden Sie unter diesem Artikel.

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