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Informationen in deutscher Sprache über die geltenden Regelungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden Sie hier:

01.03.2021 - Artikel

An den deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich ist in begrenztem Umfang Publikumsverkehr möglich. Die Öffnungszeiten für einzelne konsularische Anliegen können jedoch deutlich von den Öffnungszeiten vor Beginn der Pandemie abweichen  - bitte informieren Sie sich daher jeweils aktuell auf den individuellen Webseiten der Auslandsvertretung, die Sie besuchen möchten.

Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Frankreich

Seit dem 16. Januar 2021 gilt eine bußgeldbewehrte Ausgangssperre landesweit von 18 bis 6 Uhr. Regional können zusätzliche Ausgangsbeschränkungen gelten. Bitte informieren Sie sich zu den geltenden Regeln auf der Seite der französischen Regierung. Bestimmte Ausnahmetatbestände können in dringenden Fällen und unter Mitführung einer Ausgangsbescheinigung geltend gemacht werden. Die Bescheinigung kann hier als Leerformular zum Ausdruck abgerufen oder hier online oder in der französischen Corona-App „TousAntiCovid“ ausgefüllt werden.

Die von den französischen Behörden getroffenen Maßnahmen gelten auch für Deutsche, die sich in Frankreich aufhalten. Die deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich können keine Bescheinigungen ausstellen, die von französischen Behörden anzuerkennende Ausnahmen bewirken könnten. Fragen zur Ausgangssperre beantwortet die französische Regierung hier oder können an örtliche französische Behörden, z.B. die Präfektur oder Gemeinde Ihres Aufenthaltsorts adressiert werden.

Für Personen ab 11 Jahre besteht seit dem 20.07.2020 eine bußgeldbewehrte Verpflichtung zum Tragen einer Gesichtsmaske in allen öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen (u.a. Geschäfte, Banken, Bahnhöfe, Flughäfen). Diese Verpflichtung zum Tragen einer Gesichtsmaske wurde auch auf Straßen, Plätze und andere öffentliche Orte mit dichterem Publikumsverkehr ausgedehnt. Dies gilt insbesondere für viele Bereiche der Innenstadt von Paris und anderer großer Städte. Eine Gesichtsmaske muss u.a. mehr als 90 % ausgeatmeter Partikel der Größe 3 Mikrometer filtern (handelsübliche chirurgische Einwegmasken, entsprechend zertifizierte handelsübliche Stoffmasken). Achten Sie auf lokale Warnungen und Hinweise in den französischen Medien und halten Sie sich an Weisungen der französischen Behörden. Bitte informieren Sie sich auf der Internetseite der Regierung. Dort finden Sie auch Hinweise zur französischen Corona-App „TousAntiCovid“ (derzeit nicht kompatibel mit der deutschen Corona-App). Weitere Informationen des französischen Außenministeriums in deutscher Sprache finden Sie hier.  

Der öffentliche Personennahverkehr funktioniert, Reisemöglichkeiten im Fernverkehr sind eingeschränkt. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Reiseanbieter über die bestehenden Verbindungen. In Fernzügen müssen Sitzplätze zur Einhaltung der Abstandsgebote reserviert werden, für Reisende über 11 Jahren besteht im Öffentlichen Personennah- und Fernverkehr (einschließlich Taxis) eine bußgeldbewehrte Maskenpflicht. Beachten Sie in den Bahnhöfen und Zügen die Anweisungen zur Einhaltung von Abständen und anderen Hygienevorschriften.

Im Falle einer Erkrankung in Frankreich: Die französische Regierung rät Personen mit COVID-19 Symptomen (Husten, Fieber): Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie Kontakte zu anderen Personen. Rufen Sie einen Arzt an, bevor Sie sich in eine Praxis begeben. Dieser kann Sie telefonisch beraten. Wenn Sie unter schwerwiegenderen Symptomen wie Atembeschwerden leiden, rufen Sie den Rettungsdienst (SAMU) unter Telefon 15 an. Die französischen Regeln für CoViD-19-Impfungen gelten auch für Deutsche mit Wohnsitz in Frankreich, ggf. auch ohne „carte vitale“.

Grenzüberschreitender Verkehr, Ein- und Ausreisen

1. Allgemeines

Die Einreise nach Frankreich aus den Mitgliedstaaten der EU (und EU-gleichgestellt: Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Schweiz, Vatikanstaat) ist weiterhin möglich, für die Weiterreise innerhalb Frankreichs gelten die oben genannten Ausgangs- und Reisebeschränkungen. Andere internationale Reisemöglichkeiten sind auf wenige Ausnahmen beschränkt.

Bitte beachten Sie auch die allgemeinen sowie länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Frankreich und allgemeine Hinweise zur Pandemielage in Deutschland der Bundesregierung.

2. Reisen nach und in Frankreich

Reisende aus der EU- (und gleichgestellten Staaten Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Schweiz, Vatikanstaat) müssen bei Einreise nach Frankreich einen höchstens 72 h vor Abreise vorgenommenen negativen CoViD-19-Test (PCR) sowie eine Erklärung zur Symptomfreiheit vorweisen. Bei Einreise aus den vorgenannten Staaten auf dem Landweg gelten Ausnahmen von dieser Test- und Nachweispflicht für Reisen von weniger als 24 Stunden Dauer und in einem Umkreis von weniger als 30 km vom eigenen Wohnort (ab 1.3.2021 keine Ausnahme mehr für nicht-beruflich veranlasste Einreise in das Département Moselle), für beruflich veranlasste Reisen, deren Dringlichkeit oder Häufigkeit solche Tests nicht zulassen und für berufliche Reisen von im gewerblichen Straßenverkehr Tätigen. Das Vorliegen eines Ausnahmetatbestandes ist mit geeigneten Dokumenten nachzuweisen.

Die Einreise aus und die Ausreise in Richtung von allen übrigen Ländern und (ab dem 2. Februar 2021) den französischen Überseegebieten ist nur noch aus zwingenden persönlichen oder familiären, dringenden gesundheitlichen oder unaufschiebbaren beruflichen Gründen gestattet. Das Vorliegen eines Ausnahmetatbestandes ist durch geeignete Dokumente und eine entsprechende Erklärung nachzuweisen, die gegebenenfalls einem Transportunternehmen vor Abreise vorzulegen sind. Für die Einreise aus den vorgenannten Ländern und Überseegebieten ist zudem ein höchstens 72 Stunden vor Abreise vorgenommener, negativer virologischer COVID-19-Test (PCR, wenn im Ausland vor Ort nicht verfügbar in Ausnahmefällen antigen mit Nachweis des Proteins SARS-COV-20) nachzuweisen. Schließlich sind Einreisende aus Nicht-EU-Staaten sowie den Überseegebieten verpflichtet, sich direkt nach der Einreise in eine siebentägige Quarantäne zu begeben, danach ist ein erneuter Test erforderlich.

Für die Einreise nach Korsika ist, bußgeldbewehrt, bis mindestens 07.03.2021 ein negativer CoViD-19-Test (ausschließlich PCR) sowie eine diesbezügliche schriftliche Erklärung erforderlich. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Präfektur von Korsika. Besondere Bestimmungen (PCR-Testpflicht, 7-tägige Quarantäne, danach erneuter Test) gelten auch für Reisen in die karibischen Überseegebiete und La Réunion.

3. Einreise in die Bundesrepublik Deutschland

a) Einreiseanmeldung

Nach den am 8. November 2020 in Kraft getretenen Anordnungen des Bundesministeriums für Gesundheit müssen sich Reisende vor ihrer Einreise nach Deutschland hier elektronisch registrieren, wenn sie sich in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Die digitale Einreiseanmeldung ersetzt die bislang von den Verkehrsunternehmen ausgegebene Aussteigerkarte. Die digitale Einreiseanmeldung ist, unabhängig von dem genutzten Verkehrsmittel (privater PKW, Flugzeug, Zug etc.), von allen Reisenden auszufüllen. Bitte halten Sie die dann elektronische generierte Anmeldebestätigung für den Fall einer Kontrolle (z.B. durch die Fluggesellschaft) bereit. Mit der Einreiseanmeldung erhalten die für den Zielort der Reisenden zuständigen Gesundheitsämter die notwendigen Informationen, um gegebenenfalls Infektionsketten nachverfolgen zu können. Den Gesundheitsämtern obliegt auch die Kontrolle, ob die nach landesrechtlichen Regelungen bestehende Quarantänepflicht (mehr dazu unter Punkt c)) eingehalten wird. Sollte es in Ausnahmefällen nicht möglich sein, eine digitale Einreiseanmeldung vorzunehmen, müssen Sie stattdessen diese Ersatzmitteilung in Papierform ausfüllen. Bei Verstößen können Bußgelder verhängt werden. Ausnahmen (nur bei Symptomfreiheit) von der Anmeldepflicht können unter anderem für Durchreisende ohne Aufenthalt im Risikogebiet oder in Deutschland, für im Transportgewerbe Tätige oder für Aufenthalte unter 24 Stunden im Grenzverkehr bestehen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

b) Test- und Nachweispflicht bei Einreise

Ab dem 14.1.2021 gilt neben der Anmeldepflicht bei Einreise nach Deutschland eine Test- und Nachweispflicht, die danach unterschiedlich ausgestaltet ist, ob die Einreise aus einem Risikogebiet (typisches, aber nicht automatisches Kriterium >50 Infektionsfälle/100.000 Einwohner/laufende Woche), einem Hochinzidenzgebiet (typisches, aber nicht automatisches Kriterium >200 Infektionsfälle/100.000 Einwohner/laufende Woche) oder einem Virusvariantengebiet (Verbreitung einer ansteckenderen Variante des Coronavirus SARS-CoV-2) erfolgt. Diese Gebiete werden durch Veröffentlichung auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts ausgewiesen. Aktuell sind für Frankreich folgende Gebiete ausgewiesen: als Risikogebiete das gesamte europäische französische Staatsgebiet sowie in Übersee St. Martin 978, Französisch-Guayana 973, Saint-Barthélemy, Mayotte 976 und La Réunion 974, als Virusvariantengebiet das Département Moselle (57).

Einreisende aus Risikogebieten müssen spätestens 48 h nach Einreise einen negativen Test nach den Anforderungen des Robert-Koch-Instituts nachweisen können, der frühestens 48 h vor der Einreise vorgenommen wurde. Einreisende aus Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten müssen das Testergebnis schon bei Einreise vorweisen.

Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht für Einreisen aus einem Risikogebiet können beispielsweise für Reisende, die von der Anmeldepflicht befreit sind, für Aufenthalte von höchstens 72 Stunden in Deutschland zum Zweck des Besuchs Verwandter 1. Grades oder bei Einhalten von Vorsichtsmaßnahmen für Grenzpendler bei ausbildungs- oder berufsbedingten Aufenthalten gelten.

Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht bei Einreisen aus Hochinzidenzgebieten sind nur für Durchreisende oder für den Waren- und Güterverkehr mit höchstens 72 stündigem Aufenthalt in Deutschland möglich.

Für Einreisen aus Virusvariantengebieten sind keine Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht vorgesehen. Aus dieser Einstufung folgt außerdem ein Beförderungsverbot im Öffentlichen Personenverkehr (Ausnahmen für Reisende mit Wohnsitz in Deutschland oder im Transit).

Einzelheiten regeln die Coronavirus-Einreiseverordnung der Bundesregierung vom 13.1.2021 und die Coronavirus-Schutzverordnung vom 29.1.2021.

c) Quarantänepflicht

Die von den hierfür zuständigen deutschen Bundesländern bestimmten Voraussetzungen für eine Quarantänepflicht in Deutschland auch für Einreisen aus EU-Mitgliedstaaten, dem Schengenraum und Großbritannien sind gemäß der vom Robert-Koch-Institut am 28.02.2021 aktualisierten Einstufung für das gesamte europäische französische Staatsgebiet sowie in Übersee St. Martin 978, Französisch-Guayana 973, Saint-Barthélemy, La Réunion 974 und Mayotte 976 als Risikogebiete und für das Département Moselle 57 als Virusvariantengebiet derzeit gegeben.

Die Quarantänepflicht wird durch Rechtsverordnungen der Bundesländer geregelt, es gilt das Recht des Bundeslandes, in das Sie einreisen bzw. in dem Sie sich aufhalten. Grundsätzlich müssen sich aus Risikogebieten Einreisende unverzüglich nach Einreise an ihrem Zielort entweder daheim oder in einer anderen geeigneten Unterkunft in eine zehntägige Quarantäne begeben. Ein erster CoViD-Test nach den Anforderungen des Robert-Koch-Instituts muss in der Regel höchstens 48 h vor Einreise bzw. spätestens unmittelbar nach Einreise in Deutschland durchgeführt werden. Zur Unterbrechung der Quarantäne kann frühestens nach fünf Aufenthaltstagen in Deutschland ein zweiter CoViD-PCR-Test vorgenommen werden. Für bestimmte Personen- oder Berufsgruppen sind nach dem Recht des jeweiligen Bundeslandes (insbesondere Durchreisende und Grenzpendler) Ausnahmen möglich. Für Einreisen aus Virusvariantengebieten gelten nur sehr wenige Ausnahmen. Fragen zur Quarantänepflicht können Sie an das Gesundheitsamt an Ihrem Reiseziel richten. Eine Liste mit Links zu den entsprechenden Landesgesundheitsbehörden und zu den Landes-Quarantäneverordnungen finden Sie unter diesem Artikel. Zugang zu den in den Bundesländern geltenden Regeln erhalten Sie hier.

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