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Wiederannahme eines vor der Ehe geführten Namens/Geburtsnamens

04.06.2020 - Artikel

Nach Auflösung einer Ehe kann der verwitwete oder geschiedene deutsche Ehepartner den gemeinsam bestimmten Ehenamen weiterführen oder aber den Geburtsnamen oder den Namen, der bis zur Bestimmung des Ehenamens geführt wurde, wieder annehmen.

Diese Namenserklärung können Sie jederzeit nach Auflösung der Ehe bei einem deutschen Standesamt, bei einer deutschen Auslandsvertretung oder einer deutschen Honorarkonsulin oder einem deutschen Honorarkonsul abgeben. Damit die Namenserklärung wirksam wird, muss sie dem zuständigen deutschen Standesamt zugehen. Die Auslandsvertretung beglaubigt Ihre Unterschrift unter der Erklärung und beglaubigt Kopien von Ihren originalen Unterlagen. Anschließend leitet sie die Erklärung mit Anlagen an das zuständige deutsche Standesamt weiter. Für die Abgabe der Erklärung ist unbedingt eine Terminvereinbarung erforderlich.

Alle erforderlichen Dokumente und Unterlagen sind im Original oder in beglaubigter Kopie (mit originalem Beglaubigungsvermerk einer deutschen Stelle) bei Ihrem Termin vorzulegen. Fremdsprachige Urkunden müssen von einer vereidigten Übersetzerin oder einem vereidigten Übersetzer ins Deutsche übersetzt werden. Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden können in vielen Ländern auch auf mehrsprachigen Vordrucken ausgestellt werden. Eine Übersetzung entfiele insoweit. Auf unserer Internetseite finden Sie Informationen zur Beschaffung von Personenstandsurkunden aus Frankreich und Deutschland.

  • Ihren deutschen Reisepasses oder Personalausweises
  • Ihre Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde der Ehe, die aufgelöst wurde
  • Nachweis zur Auflösung der Ehe:
    • bei Auflösung der Ehe durch Scheidung:
      • bei Scheidung in Deutschland: Ausfertigung des Scheidungsurteils
      • bei Scheidung in Frankreich oder einem anderen EU-Mitgliedstaat: grundsätzlich Bescheinigung gem. Art. 39 EU-Eheverordnung
      • bei Scheidung in einem Drittstaat: Bitte beachten Sie die Hinweise zur Anerkennung ausländischer Ehescheidungen
    • bei Auflösung der Ehe durch Tod: Sterbeurkunde des verstorbenen Ehepartners
  • Wohnsitznachweis für Frankreich (z.B. aktuelle Strom- oder Telefonrechnung)
  • Angaben zum aktuellen oder letzten Wohnsitz in Deutschland (z.B. Abmeldebescheinigung oder Meldebescheinigung)

Bitte prüfen Sie über den Konsularfinder, welche Auslandsvertretung für Ihren Wohnsitz zuständig ist.
Das zuständige deutsche Standesamt für die Entgegennahme Ihrer Namenserklärung befindet sich an dem Ort, wo das Eheregister zu Ihrer Ehe geführt wird (bei Eheschließung in Deutschland). Wurde die Ehe nicht in Deutschland geschlossen, ist das Standesamt am aktuellen oder letzten Wohnsitz der oder des Erklärenden in Deutschland zuständig. Ergibt sich hieraus keine Zuständigkeit, ist das Standesamt I in Berlin für die Entgegennahme der Namenserklärung zuständig.

Bei der zuständigen Auslandsvertretung:
Die Gebühr für die Beglaubigung der Unterschrift für eine Namenserklärung beträgt 25 €. Weitere Gebühren fallen ggf.  für die Beglaubigung von Fotokopien an.

Beim Standesamt:
Je nach zuständigem Standesamt, werden abweichende Gebühren erhoben:
•    Entgegennahme einer Namenserklärung: zumeist gebührenfrei
•    Bescheinigung über die Wirksamkeit einer Namenserklärung: 10 bis 15 €

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