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FAQ Staatsangehörigkeitsrecht

FAQ

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Wenn mindestens ein Elternteil vor dem Jahr 2000 geboren ist und die deutsche Staatsangehörigkeit hat, ist das Baby ab Geburt Deutsche/r - evtl. hat es über einen ausländischen Elternteil gleichzeitig eine andere Staatsangehörigkeit erworben und ist damit Doppelstaater/in. Hat bei nicht verheirateten Paaren nur der Vater die deutsche Staatsangehörigkeit, muss eine nach deutschem Recht wirksame Vaterschaftsanerkennung vorliegen. Ist die Mutter Französin, genügt hierzu die Eintragung der Anerkennung in der französischen Geburtsurkunde (copie intégrale). Hat die Mutter eine andere Staatsangehörigkeit müssen die Voraussetzungen im Einzelfall geprüft werden. Häufig ist außerdem eine gemeinsame Namenserklärung beider Eltern erforderlich. Bitte informieren Sie sich im Bereich Familienangelegenheiten.

Durch den Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit auf eigenen Antrag geht die deutsche Staatsangehörigkeit verloren. Seit dem 28.08.2007 tritt der Verlust nicht mehr ein, wenn es sich um einen Antragserwerb der Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates oder der Schweiz handelt.Sie können daher die Einbürgerung in Frankreich beantragen und behalten die deutsche Staatsangehörigkeit , ohne - wie vor dem 28.08.2007 erforderlich - vorher eine Beibehaltungsgenehmigung zu beantragen.    

Wenden Sie sich mit Fragen bezüglich Ihrer Einbürgerung in Frankreich bitte an die für Sie zuständige Präfektur oder - falls Sie nicht in Frankreich leben - an die für Ihren Wohnort zuständige französische Auslandsvertretung. 

Monaco ist kein Mitgliedsland der Europäischen Union.

Durch den Erwerb der monegassischen Staatsangehörigkeit auf eigenen Antrag geht daher die deutsche Staatsangehörigkeit verloren, wenn Ihnen nicht vor der Einbürgerung in Monaco eine sog. Beibehaltungsgenehmigung (BBG) ausgehändigt worden ist.

Die BBG beantragen Sie über die Botschaft beim Bundesverwaltungsamt in Köln. Es ist wichtig, dass Sie Ihre engen Bindungen an Deutschland, wegen derer Sie die deutsche Staatsangehörigkeit nicht verlieren wollen, darlegen und - wo möglich - mit Nachweisen (Steuerbescheide, Wohnungskaufvertrag, Arbeitsvertrag etc) untermauern.

Personen, die durch den Erwerb der Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder der Schweiz die deutsche Staatsangehörigkeit verloren und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Europäischen Union oder der Schweiz haben, können über die Botschaft Paris oder das Generalkonsulat Marseille eine Ermessenseinbürgerung nach § 13 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) beantragen. Der Antrag kann gleichzeitig für minderjährige Kinder gestellt worden.

Sogenannte Kriegskinder, deren Väter der deutschen Wehrmacht oder anderen Besatzungsverbänden in Frankreich angehörten, können über die Botschaft oder das Generalkonsulat Marseille eine Ermessenseinbürgerung nach § 14 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) beantragen. Hierbei genügt in der Regel die Glaubhaftmachung von Tatsachen, die sich durch Urkunden nicht belegen lassen.

Die Einbürgerung erstreckt sich nicht auf die Kinder und Enkel eines Kriegskindes.

Die Einbürgerung von Ausländern, die in der Bundesrepublik Deutschland keinen Wohnsitz haben, ist grundsätzlich nur in besonderen Ausgangslagen  - z.B. für ehemalige Deutsche, Kinder deutscher Eltern oder Kriegskinder  - vorgesehen.  Bitte informieren Sie sich im Bereich Einbürgerung.

Sie können beim Bundesverwaltungsamt direkt (ohne den Umweg über die Botschaft) eine sogenannte Negativbescheinigung beantragen. Merkblatt und Antragsformular finden Sie auf der Webseite im Bereich Negativbescheinigung.

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